Politische Vorstösse wollen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Schweiz erleichtern. Andernfalls sei die Versorgung der Schweiz mit genügend Nahrungsmitteln gefährdet. Die Fakten stützen diese Behauptung nicht, sondern entlarven sie als Trugschluss.
Das Wichtigste in Kürze:
- Eine hohe Inlandproduktion erhöht den Selbstversorgungsgrad, nicht jedoch die Versorgungssicherheit und schon gar nicht die Ernährungssicherheit.
- Der Pestizideinsatz in der Schweizer Landwirtschaft trägt unwesentlich zur Ernährungssicherheit der Schweizer Bevölkerung bei.
- Heikle Ackerkulturen wie Zuckerrüben und Raps, wo fehlende Pestizide geringere und unsichere Erträge bedeuten, sichern nicht die Ernährung, sondern verteuern sie.
- Heute existenziell auf chemisch-synthetische PSM angewiesen ist die Mehrheit der Betriebe, die auf Reb-, Obst oder Gemüsebau spezialisiert sind und wenig von Direktzahlungen profitieren. Hier besteht Diskussions- und Handlungsbedarf.
- Agrarpolitik ist immer noch primär Einkommenspolitik, setzt Fehlanreize und bremst die Entwicklung einer Nahrungsmittelproduktion mit minimalem Pestizideinsatz.
Link ohneGift: https://ohnegift.ch/2026/01/13/wie-wichtig-sind-pestizide-fuer-eine-sichere-ernaehrung/
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